Anleitung zum Online-Panflötenkurs

Hier werde ich dir einige wichtige Tipps und Hinweise geben, damit du aus diesem Online-Kurs so viel wie nur möglich für dich herausholen kannst.

Einige Tipps mögen vielleicht etwas zu „banal“ erscheinen. Aber gerade auch solche Kleinigkeiten sind es oft, die eine Menge ausmachen.

Lass dich hier also inspirieren, wie du mit dem Online-Kurs umgehen kannst und welchen meiner Tipps du für dich übernehmen möchtest 😊

Anleitung zum Online-Panflötenkurs

Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt und deswegen bringe ich ihn auch als erstes.
Es ist für uns Panflötenspieler unglaublich wichtig immer locker und entspannt zu bleiben. Das schaffst du aber nicht, wenn du immer alles perfekt machen willst. Deshalb ist es so wichtig, dass du Fehler einfach ganz locker annimmst und dich nicht gleich da hineinsteigerst und versuchst alles perfekt zu machen. Das gilt auch dafür, dass du nicht alles aus dem Video erst perfekt beherrschen musst und erst dann mit dem nächsten Video anfangen sollst. Denn es sind ja aufeinander aufbauende Videos und es werden viele Dinge auch immer wieder und öfter geübt. Das bedeutet, auch wenn du etwas in einem Video nicht gleich perfekt kannst, dann kannst du ruhig schon das nächste Video ansehen, denn wir werden diesen Punkt mit Sicherheit noch einige Male üben.

Und genau das, was ich dir im ersten Punkt ans Herz legen möchte, wirst du immer wieder von mir selbst sehen. Denn ich mache in den Videos auch immer wieder Fehler und spiele nicht perfekt. Und das obwohl ich schon so lange auf einem sehr hohen Niveau Panflöte spiele.
Aber ich habe meine Fehler ganz bewusst nicht aus den Videos ausgeschnitten oder eine neue Aufnahme gemacht, damit du einfach sehen kannst, wie das bei mir ist.

Zum Beispiel war ich einige Zeit lang, während ich die Videos erstellt habe, auch krank, hatte Schnupfen und Halsschmerzen und konnte mich nicht perfekt konzentrieren. Ich habe in der Zeit aber trotzdem einige Videos erstellt um dir zu zeigen, dass ich genauso bin wie du und auch bei mir ist es sehr oft so, dass der ein oder andere Ton nicht ganz 100-prozentig richtig ist. Oder dass ich mal einen Abschnitt komplett „versemmel“ (vermasseln) 😉

Es wäre für mich ein leichtes Spiel nur perfekte Videos einzustellen. Aber meiner Meinung nach wäre das absolut nicht authentisch und würde dir im Endeffekt auch nichts bringen.

Dieser Panflötenkurs ist ja so aufgebaut, dass es für fast jeden Tag ein Video gibt oder eben eine Anweisung für dich, was du tun kannst.

Das bedeutet, du kannst jeden Tag ein Übungsteil machen und dich eben genau an meinen vorgeschlagenen Übungsplan halten und wirst so dann auch wirklich sehr schnelle und überdurchschnittliche Erfolge erzielen.

Allerdings hat dieser Plan absolut keine Ahnung davon, wie es dir geht und wie deine individuelle Situation ist. So kann es dann nämlich auch sehr gut sein, dass du mit dieser Geschwindigkeit einfach nicht mithalten kannst und du zum Beispiel nur jeden zweiten oder dritten Tag üben kannst. Oder du kannst überhaut nicht regelmäßig üben, sondern nur spontan, wenn du dir mal ein paar Minuten „freigeschaufelt“ hast.

Dann solltest du dich auf jeden Fall absolut frei fühlen den Panflötenkurs nach deinem eigenen Tempo durchzuarbeiten. Selbst wenn du doppelt, dreimal oder viermal so lange brauchst, wie im Übungsplan notiert, dann bist du ja immer noch um einige Jahre schneller wie die Meisten, die bei einem „richtigen“ Panflötenlehrer Panflöte spielen lernen.

Schau dir ein Video mehrmals an, wenn du es brauchst! Das bedeutet auch nicht gleich, dass du zu langsam bist oder dass mit dir etwas nicht stimmt. Oft machen diejenige, die sich ein Video mehrmals ansehen trotzdem schnellere Fortschritte, als wenn man einfach nur schnell durch den Kurs flitzt.

Oder es ist bei dir genau das Gegenteil der Fall. Nämlich, dass du viel schneller vorankommst, wie im Übungsplan notiert. Dann lass dich nicht aufhalten und gib so viel Gas, wie nur möglich, solange du dabei ordentlich spielst 🙂

Genau das ist eines der enormen Vorteile von diesem Online-Panflötenkurs. Du selbst kannst ganz genau so individuell und auf dich angepassten Unterricht erhalten, wie du es möchtest.

Dieser Punkt ist wirklich enorm wichtig! Du solltest mit den Videos wirklich arbeiten. Also wenn ich in dem Video schon weiter mache und du es immer noch nicht kannst oder verstanden hast, dann spring doch einfach wieder zurück oder mach einfach Pause. Vielleicht brauchst du auch mal eine Verschnaufpause, weil es dir zu schnell geht. Dann einfach kurz für eine Minute Pause machen und vielleicht ein Schluck trinken. Ich warte im Video dann ganz geduldig auf dich 😉
Oder du kannst eine Übung schon VIEL schneller, wie ich diese spiele. Dann überspringe diesen Teil vom Video einfach, anstatt du dann gelangweilt mitmachst!

„Um Panflöte spielen zu können, muss man einfach nur üben, üben, üben und nochmal üben!“

Hast du das schonmal gehört? Wenn ja, dann sicher nicht von mir. Denn es ist absolut nicht meine Strategie mir selbst auf diese Art etwas beizubringen und auch dir bringe ich auf diese Art nichts bei.

Natürlich muss man üben um ein Instrument zu beherrschen! Keine Ahnung… Gibt es wirklich so dumme Menschen, die ernsthaft glauben, dass alles einfach so funktionieren wird? Wenn ja, dann hoffentlich nicht in diesem Kurs…

Aber genug jetzt! Ich gehe nämlich einfach davon aus, dass du und jeder der ernsthaft Panflöte spielen will, intelligent genug ist um zu verstehen, dass er üben muss. Also nerve ich dich nicht mit der typischen „Üben-Üben“-Floskel, sondern du bekommst von mir fast immer sehr gezielte Tipps oder Hinweise, WAS und WIE du üben kannst. Das nenne ich „Fokuspunkte“.Denn genau das ist der entscheidende Punkt, warum einige ewig lange brauchen und andere das Instrument schon nach einigen Monaten beherrschen!

Natürlich kannst du den ganzen Tag lang üben, üben und üben. Aber wenn du dabei immer nur die G-Dur-Tonleitern mit einer halb „verkrüppelten“ Haltung in Schneckentempo übst und für jeden einzelnen Ton Luft holst, dann wirst du noch nach 10 Jahren schlechter sein, wie einer, der 20 Minuten mit einem meiner Videos übt und das befolgt, was ich als Tipp gebe.

Und damit dir das sinnlose „Üben-Üben“ nicht passiert, solltest du dir am besten immer die Fokuspunkte aufschreiben oder merken und immer, wenn du Panflöte übst aktiv im Kopf haben.

Ich habe eben natürlich etwas übertrieben mit dem Üben der G-Dur Tonleiter den ganzen Tag. Aber in abgeschwächter Form „lernen“ eben SEHR VIELE Menschen genau so ein Instrument. Und wenn du dir nicht ganz klar machst, was genau du beim Üben lernen oder verbessern willst, dann wirst du das entweder gar nicht verbessern oder eben durch Zufall dann irgendwann mal nach 10 Jahren können.

Höre deswegen nicht auf die Menschen, die selbst 10 oder 20 Jahre gebraucht haben, bis sie das Instrument beherrscht haben, sondern nimm dir diesen Tipp zu Herzen, damit du so wie viele meiner Schüler extrem schnelle Fortschritte machst.

Aber auch im Übrigen solltest du dir möglichst viel Aufschreiben, das für dich auf irgendeine Art und Weise wichtig ist. Irgendwelche Bemerkungen zu einem Lied oder ein individuelles „Problem“, das du angehen willst. Weil sobald du es aufgeschrieben oder in deinen Fokus genommen hast, kannst du es gezielt verbessern.

Dieser Tipp ist vielleicht einer der wichtigsten Tipps, die du für dich mitnehmen kannst. Ich würde sagen, das ist ein „ultimativer“ Tipp um mit wenig Übungszeit trotzdem schnelle Erfolge erzielen zu können.

Wie schon in Punkt 4 geschrieben, ist es bei den meisten einfach so, dass man nicht immer regelmäßig üben kann. Das führt dann oft dazu, dass man selten Panflöte spielt und oft eine sehr lange Zeit gar nichts neues auf der Panflöte lernt. Und das ist dann in sehr vielen Fällen der Grund, warum man demotiviert ist und überhaupt gar nicht mehr Panflöte spielt und somit sein Ziel einfach wieder aufgibt.

Ich finde das immer extrem schade und möchte dir deshalb diesen Tipp wirklich wärmstens empfehlen.

Was meine ich damit: „In Blöcken üben“?
Die Übungsserie ist ja so aufgebaut, dass es immer Übungseinheiten gibt und diese bestehen aus mehreren Übungsteilen. Meistens lernt man dabei auch ein gesamtes Lied.

Und wenn du nicht regelmäßig üben kannst, sondern nur immer wieder ein wenig zeit hast, dann solltest du möglichst immer eine Übungseinheit am Stück üben. Wie du das machst ist an sich egal. Das wichtigste ist aber, dass zwischen den einzelnen Übungsteilen auf keinen Fall mehr als zwei Tage liegen dürfen.

Ich kann es sogar empfehlen, dass du eine Übungseinheit in zwei Tagen oder sogar an einem Tag durchübst. Das sind dann insgesamt vielleicht mal 1,5 Stunden. Aber das krasse daran ist, dass du das Lied dann wenigsten grob beherrscht und somit in so kurzer Zeit wieder ein riesen Schritt nach vorne gemacht hast. Das bringt dir gleich einen unglaublichen Motivationsschub und selbst wenn du dann wieder eine Pause von einigen Wochen einlegst, dann hast du dieses Vertrauen in dich selbst und auch richtig Lust darauf wieder etwas neues zu lernen, weil du nicht Wochenlang an einem Lied „herumkauern“ musst und es dann immer noch nicht kannst.

Deswegen: Such dir eine Übungseinheit aus und zieh das Ding komplett durch, so schnell du kannst!

In den Videos spiele ich den Ton von dem wir beginnen immer mindestens einmal vor und sage auch, welcher Ton es ist. Dann gebe dir Zeit den Ton zu finden. Wenn du noch nicht so ein ausgeprägtes Gehör hast und selbst nicht immer gleich hören kannst, ob deine Töne stimmen oder auch falsch sind, dann kannst du als Hilfe unbedingt dein Stimmgerät benutzen und somit immer auch kontrollieren ob du gerade den richtigen Ton spielst. Dazu stellst du dann einfach dein angeschaltetes Stimmgerät in deinem Blickfeld auf und kannst so dann immer sehen, welchen Ton du gerade spielst.

Aber auch sonst, wenn du ein gutes Gehör hast, ist es sehr sinnvoll hin und wieder das Stimmgerät einzuschalten und zu kontrollieren, ob die Töne in Ordnung sind.

Ganz wichtig ist hierbei jetzt aber, dass du beachten musst, dass deine Töne mit Sicherheit nicht immer perfekt stimmen werden. Es ist also auch in Ordnung, wenn dein Stimmgerät anzeigt, dass dein Ton etwas zu tief oder zu hoch ist. Natürlich nicht extrem. Aber innerhalb der Toleranz, die auf dem Stimmgerät angezeigt wird ist es in Ordnung.

Ein Hinweis noch: Dein Stimmgerät muss unbedingt auf 440Hz kalibriert sein, da die Töne sonst nicht stimmen, obwohl du diese richtig spielst.

Falls du Hilfe zum Stimmgerät brauchst, kann ich dir meine Anleitung zum Stimmgerät empfehlen. Selbst wenn du eine App benutzt, so ist die Grundlegende Funktionsweise immer dieselbe und du kommst dann auch damit gut zurecht.

Ein Punkt, der bei einigen (und damit meine ich eigentlich jeden) immer wieder vorkommt, ist der, dass sie früh oder später demotiviert oder frustriert sind oder den Spaß beim Panflöte spielen lernen verloren haben.

Und ja, auch ich hatte und habe immer wieder diese Phasen, in denen ich nicht wirklich Lust auf Panflöte spielen habe. Aber ist das jetzt ein Grund das Panflöte spielen und somit sein Traum aufzugeben?

Wenn du in so eine Phase kommst, dann solltest du erst einmal ganz gemütlich genießen, dass du dir eine Auszeit erlauben kannst und die Vorteile von diesem Online-Panflötenkurs auskosten. Denn obwohl du keine Lust hast musst du nicht trotzdem zum Unterricht fahren oder dich selbst oder deinen Lehrer anlügen, warum du denn nicht zum Unterricht kommen kannst.

Ich meine das wirklich ernst. Sobald du merkst, dass du keine Lust mehr hast, dann genieße das ohne ein schlechtes Gewissen. Die Frage ist natürlich wie lange das so gehen soll…

Und auch hier solltest du nicht zu streng sein und immer dein langfristiges Ziel im Auge behalten. Ich persönlich finde, dass für mich ca. 4 Wochen ohne Panflöte zu spielen in Ordnung sind. Wenn ich noch länger nicht spiele, dann droht die Gefahr, dass ich zu vieles verlerne und es dann schwieriger habe, wenn ich wieder einsteige.
Aber 1 bis 2 Wochen absolut keine Panflöte spielen, kommt bei mir immer wieder vor. Und ich bin Berufsmusiker! Wenn der Zufall es so will, gibt es zum Beispiel eine Woche, in der ich keine Auftritte habe. Und dann genieße ich die Zeit auch ohne Panflöte sehr gerne.

Das mal nur so als Vergleich für dich. Wenn du nun also mal 4 Wochen nicht übst, dann keine Panik. Solange du kein Berufsmusiker bist, kannst du dir das ruhig erlauben. Aber dann solltest du auch wieder danach schauen, dass du dich aufraffst und eine Übungseinheit durchziehst. Weil zum einen droht auch dir die Gefahr, dass du zu vieles verlernst. Aber schlimmer ist, dass man dann auch endgültig die Lust an der Panflöte verliert, weil man schon so lange keine Erfolge hatte.

Ich weiß, dass genau dieser Punkt einer ist, bei dem wieder mal sehr viele Lehrer deutlich anderer Meinung sind. Deswegen erkläre ich dir kurz, warum meine Strategie für 95 Prozent der Schüler die bessere ist:

Das Einzige, das Menschen dazu bringt sich auf DAUER FREIWILLIG mit etwas zu beschäftigen, ist, wenn es ihm entweder Spaß macht oder aber absolut Notwendig ist. Fehlt eines dieser Punkte, dann ist es gewiss, dass man früh oder später damit aufhört.
Und bei der Panflöte kommt für mindestens 95 Prozent der Spieler die Notwendigkeit nicht in Frage. Das ist bei Berufsmusikern etwas anders. Da man ja davon lebt, ist es natürlich Notwendig ständig zu üben. Und wenn man dann mal keine Lust hat, muss man trotzdem weiterüben. Da ist das Üben nach Lust und Laune manchmal nicht ausreichend. Natürlich kann man dabei auch eine Menge Spaß haben und so beides als Motivation nutzen. Oder je nachdem, wann und wie oft man spielt ist eine Kurze Pause kein Problem. Doch eine ausgiebige Pause ist da schon sehr schwierig. Und mal am Rande erwähnt, wir reden hier über eine Gruppe von Menschen, die in der Regel ja schon Profi-Musiker sind und somit schon sehr viel Spiel- und Übungs-Erfahrung haben.

Aber wenn ein „normalen“ Panflötenspieler jetzt in einer Phase, in der ihn das Instrument nervt oder frustriert, einfach weiter übt, dann sieht die Sache meistens ganz anders aus:

Der Spaßfaktor schwindet immer weiter und weiter. Und nach einiger Zeit verbindet man mit der Panflöte nur noch negative Gefühle und mitnichten Entspannung und Spaß. Also das, weshalb man eigentlich begonnen hat. Und nun steht man da und es gibt absolut keinen Antrieb mehr, warum man Panflöte spielen sollte. Dann nehmen ganz schnell andere Aktivitäten den Raum ein und man hört mit dem Panflöte spielen komplett auf.

Die Alternative ist mein Tipp, dass du einfach eine Pause machst, wenn du frustriert oder genervt bist. Dann passiert nämlich folgendes:
Da du ja meistens Spaß beim Panflöte spielen hast, verbindest du damit positive Gefühle. Und sobald du stärker frustriert wirst, legst du eine Pause ein. Somit bleibt bei dir die Panflöte immer noch mit positiven Gefühlen verbunden und wenn du jetzt einige Wochen Pause gemacht hast, kommt wieder dieser „innere Drang“, der dich dazu bringt, dass du wieder richtig loslegst. Es ist vergleichbar mit der Anfangszeit. Da ist man ja auch mega motiviert. Und das kommt dann wieder. Wenn du dann meine anderen Tipps zum lernen mit diesem Kurs befolgst (z.B. üben in Blöcke), wirst du auf diese Art um ein vielfaches weiter kommen, wie wenn du einfach stur weiter übst obwohl du absolut keine Lust hast.

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